Quelle: dena (Deutsche Energie-Agentur GmbH)

Fachinformationen zum Energieausweis

Ein Energieausweis bewertet den energetischen Zustand eines Gebäudes – von Wänden, Fenstern, Dach und Anlagentechnik. Mietern oder Käufern hilft er, den Energiebedarf oder -verbrauch verschiedener Gebäude miteinander zu vergleichen. Wichtige Informationen zum Energieausweis werden hier detailliert erläutert.
Die Regelungen zum Energieausweis sind in der Energieeinsparverordnung (ENEV) 2014 festgelegt. Die Regelungen der ENEV 2009 zum Energieausweis gelten grundsätzlich auch weiterhin. Änderungen der EnEV2014 dienen hauptsächlich der Verdeutlichung bestehender Anforderungen oder Regelungen.

Neue Regelungen der ENEV 2014 zum Energieausweis

Wohngebäude
Nichtwohngebäude
Angaben in Immobilienanzeigen
Kontrollsystem für Energieausweise
Gutachten zur Haftpflichtversicherung für Aussteller

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Quelle: dena (Deutsche Energie-Agentur GmbH)

 

Energieeinsparverordnung 2014

Die von der Bundesregierung im Oktober 2013 verabschiedete Novelle der Energieeinsparverordnung (ENEV) ist am 1. Mai in Kraft getreten. Die energetischen Standards für Neubauten werden ab Januar 2016 in einem Schritt um 25 Prozent steigen. Zudem wird der Endenergiebedarf von Gebäuden im Energieausweis künftig nicht mehr nur über den bereits bekannten Bandtacho angezeigt, sondern zusätzlich in Form von Energieeffizienzklassen dargestellt werden. Außerdem müssen alte Heizkessel auf Basis flüssiger oder gasförmiger Brennstoffe nach 30 Jahren Betriebszeit erneuert werden (nicht betroffen sind Niedertemperatur- und Brennwertkessel). Für Bestandsgebäude sind darüber hinaus keine wesentlichen Verschärfungen vorgesehen. 

Die Neufassung der ENEV setzt die Europäische Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden sowie verschiedene Beschlüsse der Bundesregierung zur Energiewende um.

Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick:


Weitere Informationen zur neuen ENEV 2014 finden Sie 

                      (hier: ENEV 2014)

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Quelle: dena (Deutsche Energie-Agentur GmbH)

Novelle zur Energieeinsparverordnung (ENEV 2014)

Zusammenfassung

 

Dieser Text fasst die am 16. Oktober 2013 von der Bundesregierung beschlossene Novelle zur

Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) zusammen. Die Zusammenfassung bietet einen schnellen

Überblick über die Neuregelungen. Die novellierte EnEV tritt am 1. Mai 2014 in Kraft.

Der Inhalt ist sorgfältig und nach bestem Wissen erstellt worden. Die dena übernimmt keinerlei

Haftung für eventuell falsche oder missverständliche Darstellungen. Im Zweifel sind die von den

Bundesministerien veröffentlichten Originaltexte maßgeblich.

Diese finden Sie u. a. unter

www.zukunft-haus.info/gesetze-studien-verordnungen/enev-enev-historie/enev-2014.html

Was regelt die EnEV?

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) regelt folgende Bereiche:

  • Energieausweise für Gebäude (Bestand und Neubau) 

  • Energetische Mindestanforderungen für Neubauten 

  • Energetische Mindestanforderungen für Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung bestehender Gebäude 

  • Mindestanforderungen für Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie Warmwasserversorgung 

  • Energetische Inspektion von Klimaanlagen 

  • Ahndung von Verstößen (Ordnungswidrigkeiten) 

  • Neu sind die Regelungen zu Stichprobenkontrollen von Energieausweisen und Inspektionsberichten von Klimaanlagen.

Für welche Gebäude gilt die EnEV?

  • Wie bisher gilt die EnEV für alle beheizten und gekühlten Gebäude bzw. Gebäudeteile. 

  • Sonderregelungen gelten für Gebäude, die nicht regelmäßig geheizt, gekühlt oder genutzt werden
    (z. B. Ferienhäuser), die nur für kurze Dauer errichtet werden (z. B. Zelte, Traglufthallen) oder für
    spezielle Nutzungen, z. B. Ställe und Gewächshäuser.

Was ändert sich im Vergleich zur EnEV 2009 (Kurzüberblick)?

Nachdem mit der ENEV 2009 das Anforderungsniveau an Neubau und Bestand bereits in einem ersten Schritt verschärft wurde, erfolgt nun eine zweite Stufe der Verschärfung für Neubauten (entsprechend der Kabinettsbeschlüsse von Meseberg 2007). Für Bestandsbauten sind keine nennenswerten Verschärfungen vorgesehen.
Die wesentlichen Änderungen der ENEV 2014 laut Kabinettsbeschluss inklusive der Ergänzungen des Bundesrates sind:

1) Verschärfung der primärenergetischen Anforderungen (Gesamtenergieeffizienz) bei 
 Neubauten ab 2016 um 25 Prozent.

2) Verschärfung der energetischen Anforderungen an Außenbauteile von neu gebauten 
Nichtwohngebäuden ab 2016 um ca. 20 Prozent.

3) Ab 2016 gelten für Wohngebäude im Vergleich zur EnEV 2009 rund 20 Prozent höhere 
Anforderungen an zulässige Transmissionswärmeverluste über die Gebäudehülle.

4) Austauschpflicht für alte Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben
werden. Kessel, die nach dem 01.01.1985 eingebaut wurden, müssen nach 30 Jahren außer Betrieb genommen werden. Wurden die entsprechenden Heizkessel vor 1985 eingebaut, dürfen diese schon ab 2015 nicht mehr betrieben werden. Ausnahmen gelten für Niedertemperatur- und
Brennwertkessel sowie für bestimmte selbstnutzende Ein- und Zweifamilienhausbesitzer.

5) Es gilt, dass oberste Geschossdecken, die nicht die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz erfüllen, ab 2016 gedämmt sein müssen (U-Wert ≤ 0,24 W/m² K)). Die Forderung ist erfüllt, wenn das Dach darüber gedämmt ist oder den Mindestwärmeschutz erfüllt.

6) Neu eingeführt werden die Energieeffizienzklassen A+ bis H im Energieausweis für
Wohngebäude und eine Neuskalierung des Bandtachos bis 250 kWh/(m²a).

7) Künftig müssen im Falle des Verkaufs oder der Vermietung von Wohnungen oder Gebäuden in
Immobilienanzeigen verpflichtend bestimmte Angaben aus dem Energieausweis genannt
werden. Liegt ein Energieausweis mit Energieeffizienzklasse vor, muss die entsprechende
Einstufung auch veröffentlicht werden.

8) Verkäufer und Vermieter von Immobilien sind künftig verpflichtet, den Energieausweis an
Käufer bzw. Mieter zu übergeben. Der Energieausweis muss bereits bei der Besichtigung
vorgelegt werden.

9) Einführung von Stichprobenkontrollen für Energieausweise und für Inspektionsberichte von
Klimaanlagen.

10) Bei der Berechnung von Gebäuden sinkt der Faktor für die primärenergetische Bewertung von
Strom auf 2,4 und ab 2016 auf 1,8.

11) Dem Paragrafen 1 der EnEV wurde eine Formulierung zum Zweck der Verordnung hinzugefügt (Einsparung von Energie in Gebäuden und Umsetzung der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung bis zum Jahr 2050).

12) Einführung des neuen Referenzklimastandorts Potsdam (bisher Würzburg).

13) Die novellierte DIN V 18599:2011-12 und die Berichtigungen vom Mai 2013 werden als
Berechnungsgrundlage festgesetzt. Die Fassung der DIN V 18599, Ausgabe 2007-02, ist damit auch für den öffentlich-rechtlichen Nachweis nicht mehr gültig.

Die weitere Zusammenfassung ist unter dem nachfolgenden Link nachzulesen.

Quelle: dena (Deutsche Energie-Agentur GmbH)

Novelle zur Energieeinsparverordnung (2014)